Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Astrokameras aller Art, Scanner und weiteres Zubehör
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Stefan_Lilge
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Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Stefan_Lilge »

Hallo,

für mich sind die neuen Duo-Band-Schmalbandfilter und die dadurch möglich werdende „One Shot Schmalbandfotografie“ der „Megatrend“ in der Astrofotografie. Natürlich kommt dabei die Frage auf, ob die Farbkamera in diesem Zusammenhang mit der Schwarzweißkamera mithalten kann oder ob es für optimale Ergebnisse doch notwendig ist, mit der Monokamera und „echten“ Schmalbandfiltern zu fotografieren. Das habe ich im Sommer 2019 mit einem Doppel-Setup ausprobiert. Vor den interessanten Infos gibt es aber noch das

1. Vorgeschwätz

Ich selber nutze seit 1996 gekühlte Schwarzweiß-CCDs (und seit 2016 auch CMOS) und habe die gängigsten Exemplare der letzten Jahre besessen, also insbesondere Kameras mit KAF8300 (Atik 383L+), ICX694 (SX Trius 694) und Panasonic MN34230 (ASI 1600). Farbkameras habe ich immer milde belächelt, aber auch mal besessen in Form von Canon EOS 300D und 1000D Kameras und einer QHY8 gekühlten Farb-CCD. Ich habe auch früher schon mit einer Art Zweiband-Schmalband experimentiert, indem ich UHC-Filter plus möglichst enge UV-IR-Sperrfilter vor die QHY8 geschnallt habe. Die Ergebnisse waren aber nicht mit „echtem“ Schmalband zu vergleichen, der Durchlass des Filters viel zu breit.

Aktuell stehen mir als Farbkameras eine ASI 2600MC, ASI1600MC und eine Canon EOS RP(a) zur Verfügung.

2. Schmalband mit Farbkamera Überblick

Wie schon oft in Foren zu sehen, kann man auch mit einer Farbkamera normale einbandige Schmalbandfilter einsetzen. Damit kann man sehr gute Ergebnisse erzielen, hat aber natürlich den Nachteil, dass z.B. bei einem Halpha-Filter nur eines von vier Pixeln (Rot) der Bayer-Matrix Licht bekommt. Je nach Betrachtungsweise erhält man also entweder die halbe Auflösung oder ein Viertel des Lichts, die ein Schwarzweißsensor liefern würden.

Dieser Nachteil wird durch Duo-Band Filter aufgehoben. Diese Filter (ich besitze z.B. den STC Duo und den Optolong L-eXtreme) haben zwei Durchlassfenster, eines für Halpha und eines für [OIII]. Dadurch empfangen die roten Pixel der Bayer-Matrix Halpha-Licht, gleichzeitig die grünen und blauen Pixel [OIII]. Es werden also alle Pixel des Farbchips genutzt. Neben den genannten Filtern gibt es natürlich auch noch andere, interessant ist z.B. der IDAS NBX, der laut Hersteller besonders geeignet für „schnelle“ Teleskope wie Celestron RASA/Hyperstar ist, wo andere Filter deutlich an Effektivität verlieren.

Klar ist natürlich, dass man mit einem Duoband-Filter und Farbkamera keine echte Hubble-Palette erzeugen kann. Man kann mit Bildbearbeitungstricks einen vergleichbaren Look erzeugen, aber wenn ein Objekt Details im SII-Kanal hat, die in Halpha nicht sichtbar sind, sind diese Details mit Duobandfilter nicht darstellbar. Ich persönlich bin kein großer Freund der Hubble-Palette, ich möchte möglichst realistische Farben. Ich habe daher auch mit Schwarzweißkameras vorwiegend Ha:OIII:OIII-Komposite erzeugt, die zumindest die Emissionsanteile von Himmelsobjekten in vergleichbaren Farben wie bei einem RGB darstellen. Das Fehlen des SII-Kanals ist daher für mich keine Einschränkung. Wer unbedingt Hubble-Paletten erzeugen will, muss aber beim „herkömmlichen“ Schmalband mit Mono-Kamera bleiben.

3. „Warnung“ vor der Beschreibung von Triband-Filtern

Neben Duo-Band-Filtern werden auch Filter unter dem Namen Tri-Band Narrowbandfilter oder gar Quad-Band Filter angeboten, wobei der Begleittext oft suggeriert, dass es ja noch viel besser ist, wenn man neben Halpha und OIII auch noch Hbeta und andere Linien einfängt. Bei diesen Filtern ist zum einen der Name irreführend, weil diese Filter meist nicht drei oder vier Durchlassfenster haben, sondern zwei Durchlassfenster (also letztlich auch Duo-Band Filter sind), wo aber eines oder beide Fenster deutlich breiter sind als bei „echten“ Duo-Band Filtern wie STC Duo und Optolong L-eXtreme. Der breitere Durchlass bedeutet zum einen, dass mehr Lichtverschmutzung durchgelassen wird, insbesondere Stadtfotografen haben dadurch einen Nachteil. Zum andern ist es ja gerade eine Besonderheit der Schmalbandfotografie, dass man gezielt die Linien des ionisierten Wasserstoffs (Halpha) und des ionisierten Sauerstoffs ([OIII]) abbilden und so die unterschiedlichen Strukturen in diesen Wellenlängenbereichen darstellen kann. Wenn bei einem Tribandfilter das [OIII]-Fenster auch Hbeta durchlässt, werden die Strukturen des Sauerstoffs verwischt, weil Hbeta nur eine schwächere Version des Halpha-Kanals ist. Selbst wenn es sich um einen echten Mehrbandfilter (also mit mehreren schmalen Durchlassbereichen) handelt, hilft das nicht viel weiter. Der sauteure Opt Triad Ultra Filter hat z.B. vier voneinander getrennte sehr schmale Durchlassbereiche, ist also ein echter Quadbandfilter und nicht nur ein missverständlich bezeichneter Duobandfilter mit breiten Duchlassbereichen. Er hat 4-5nm breite Durchlassbereiche jeweils für Hbeta, [OIII], Halpha und SII. Das ist technisch beeindruckend, ändert aber nichts daran, dass die Bayer-Matrix nicht zwischen Hbeta und [OIII] auf der einen (grüne und blaue Pixel) und Halpha und SII auf der anderen (rote Pixel) unterscheiden kann. Auch hier gelingt es also nicht optimal, die Strukturen einer bestimmten Emissionslinie herauszuarbeiten.

Auch die „einfachen“ Triband- oder Quadbandfilter können bei Lichtverschmutzung bei Emissionsnebeln einen großen Vorteil gegenüber Breibandaufnahmen bringen, aber der Kontrast und die Details werden geringer sein als bei einem echten Duobandfilter. Die obige Warnung bezieht sich also nicht auf diese Filter selber, die durchaus gut sein können, sondern auf ihre Bewerbung, die suggeriert, dass drei Bänder besser seien als zwei.

4. Testmethodik

Ich habe fast im kompletten Sommer 2019 als Vorbereitung auf einen La Palma-Urlaub ein Doppel-Setup zu laufen gehabt, wo auf einer Doppelbefestigung folgende Ausrüstungen angebracht waren:

1. TS 80/480 Triplet APO mit ASI 1600MM und Baader 7nm Ha und Baader 4,5nm [OIII], zu einem Ha/[OIII]/ [OIII] verarbeitet

2. TS 60/360 zweilinsiger ED-Apo mit ASI 1600MC und STC Duo Narrowband, als normales Farbbild bearbeitet (also ohne Extraktion einzelner Kanäle und Weiterverarbeitung wie zwei Schwarzweißkanäle, wie es manche Bildbearbeitungssoftware anbietet).

Der ED 60 bildet weicher ab als der ED 80, der Unterschied in der Bildschärfe liegt also nicht ausschließlich an den Filtern.

Die Vergleichsaufnahmen wurden zur gleichen Zeit am gleichen Ort erzeugt. Dazu haben beide Teleskope das gleiche Öffnungsverhältnis (f/6), sammeln also pro Flächeneinheit das gleiche Licht. Der größere APO erzeugt nur ein größeres, höher aufgelöstes Bild. Dazu sind noch die Kameras beide eine ASI1600, einmal mit Farbchip und einmal mit Schwarzweißchip.

Und natürlich müssen die Gesamtbelichtungszeiten der Vergleichsbilder gleich sein. Die Einzelbelichtungen sind bei der Farbkamera kürzer, weil die Doppelbefestigung nicht 100% stabil war, bei längeren Belichtungen hätte es für die Farbkamera (der Autoguider war am anderen Teleskop) Eiersterne gegeben. Ich habe die kürzeren Einzelbelichtungen durch einen höheren Gain versucht auszugleichen.

Bei Vergleichen mit Lichtverschmutzungs- oder Schmalbandfiltern finde ich es wichtig, nicht (wie üblicherweise) einfach nur die Bilder direkt aus der Kamera (meist DSLRs) darzustellen, bei denen man nur sieht, dass durch den Filter das Bild dunkler wird. Das alleine ist ja noch kein Zeichen für die Wirksamkeit des Filters, sonst könnte man auch einfach den Objektivdeckel drauflassen, dann hat man gar keine Lichtverschmutzung mehr 😊

Ich habe mich also bemüht, die Bilder mit vergleichbarer Helligkeit darzustellen, damit man sehen kann, wie das Rauschen und der Kontrast der Nebel aussehen.
Viele Grüße
Stefan
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Stefan_Lilge
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Stefan_Lilge »

5. Vergleichsbilder

5.1 IC 5070 aus Berlin
Hier habe ich gleich einen der guten Vorsätze verletzt, die Bilder haben geringfügig unterschiedliche Gesamtbelichtungszeiten. Oben ist der STC Duo mit 100x1 Minute, unten die Scharzweißkamera mit Halpha (58x1min) und OIII (56x1min) Filter.

Aus meiner Sicht sind die Bilder gleichwertig, das Farbkamera-Bild ist etwas rauschärmer, das Mono-Bild hat mehr Kontrast. Wobei schwer abzuschätzen ist, ob der höhere Kontrast nur an dem schärfer abbildenden Teleskop liegt oder auch zumindest teilweise an den Filtern.

http://ccd-astronomy.de/temp18/1_compIC5070.jpg

5.2 NGC 6960 aus Berlin

Jeweils links Schwarzweißkamera bei Unity Gain (139), je 8x5 Minuten Ha und [OIII], rechts Farbkamera, 80x1 Minute bei High Gain (300)

Darks, Flats, Gradientenfilter, Weißabgleich, Streckung

Das Mono-Schmalbandbild ist in [OIII] stärker, Ha sieht durch den STC Duo mindestens genauso gut aus. Eventuell ist diese Differenz auf einen unterschiedlichen Weißabgleich zurückzuführen. Abgesehen von der durch das Teleskop verursachten Unschärfe ist die Aufnahme mit Farbkamera und STC Duo Filter im Wesentlichen gleichwertig mit der echten Schmalbandaufnahme. Zudem zeigt der STC Duo zumindest ansatzweise realistische Sternfarben, während die Ha/[OIII]/ [OIII] Palette nur sehr eingeschränkt Sternfarben wiedergeben kann.

http://ccd-astronomy.de/temp18/2_6960DUOcompA.jpg

http://ccd-astronomy.de/temp18/2_6960DUOcompB.jpg


5.3 Sh2-119 aus Berlin

Links Schwarzweißkamera bei Unity Gain (139), 24x5 Minuten Ha und 23x5 Minuten [OIII], rechts Farbkamera, 118x2 Minuten bei höherem Gain (200)

Darks, Flats, Gradientenfilter, Weißabgleich, Streckung

Die Bilder sind von der Tiefe her ungefähr gleichwertig, des echte Schmalbandbild deutet aber einen [OIII]-Anteil an, der mit der Farbkamera nicht sichtbar wird.

http://ccd-astronomy.de/temp18/3_compSh ... aOIIIb.jpg


5.4 NGC 6334 aus La Palma (mit Vergleich zu Breibanddaten)

Hier mal ein Vergleich unter dunklem Himmel, einschließlich Vergleich Schmalband / Breitband (der natürlich in Berlin komplett anders ausfallen würde).

Links Schwarzweißkamera, oben RGB jeweils 2x5 Minuten, unten Ha/[OIII]/ [OIII], Ha und [OIII] jeweils 3x5 Minuten, alles Unity Gain (139).

Rechts Farbkamera, oben mit IDAS LPS P2 Filter, unten mit STC Duo, jeweils 15x2 Minuten bei Gain 200.

Darks, Flats, Streckung

Die RGB-Aufnahmen wurden in einer anderen Nacht gewonnen als die restlichen Bilder.

Unter dem dunklen Himmel La Palmas ergibt sich kein nennenswerter Vorteil für die engbandigeren Filter, nur die Sterne werden kleiner. STC Duo und Baader Ha/OIII sind aus meiner Sicht gleichwertig.

http://ccd-astronomy.de/temp18/4_comp6334.jpg

In Berlin fällt der Vorteil für den STC Duo gegen Breitband deutlicher aus. Das folgende Bild ist mal nicht mit dem Doppelsetup, sondern am 80/480er APO nacheinander aufgenommen. Jeweils 4x5 Minuten mit der ASI1600MC, von links nach rechts mit UV/IR-Sperrfilter, IDAS LPS P2 und STC Duo.

http://ccd-astronomy.de/temp18/1_comp6888_B.jpg


6. Fazit

Ich sehe vom Signal-Rauschverhältnis her keinen großen Unterschied zwischen beiden Methoden. Der geringere Kontrast bei den Farbkamera-Bildern liegt zumindest zum Teil an dem unschärferen Teleskop, der 60/360er TS Lanthan-Doublet kann nicht mit dem TS 80/480er FPL53 Triplet mithalten. Das war bei Breitbandbildern noch deutlicher zu sehen als hier bei Schmalband.

Nur beim Vergleichsbild 5.2 (NGC 6960) ist ein nennenswerter Vorteil für den Baader 4,5nm OIII Filter gegenüber dem OIII-Kanal des STC Duo zu sehen. Mein Optolong L-eXtreme ist in OIII deutlich besser als mein STC Duo, dafür ist der STC etwas besser in Halpha. Mit dem L-eXtreme und ASI2600MC Farbkamera bekomme ich „gefühlt“ (dazu habe ich keine direkten Vergleichsbilder) bessere OIII-Kanäle als mit Baader OIII-Filtern und ASI 1600MM.

Die möglicherweise noch bestehenden leichten Vorteile einer Schwarzweißkamera mit Baader Schmalbandfiltern wiegen für mich die einfachere Bildgewinnung der Farbkamera (kein Filterrad, nur ein Satz Flats) nicht auf. Ich bemerke seit dem Umstieg auf Duoband-Filter keine schlechtere Qualität meiner Bilder gegenüber Baader-Schmalbandfiltern mit Monokamera. Weiß nicht ob sich diese Einschätzung bei Monokameras mit Astrodon-Filtern ändern würde…

Alles natürlich unter der Einschränkung, dass Hubble-Palette nur mit Mono-Kamera funktioniert.

Wer meine Fotos der letzten Monate im Deepsky-Forum anschaut, findet einige Beispiele für OSC-Schmalbandfotos. Per Zufallsprinzip verlinke ich mal ein paar:

„Extremer“ Supernovaüberrest:

https://forum.astronomie.de/threads/sel ... -3.302422/

Nicht ganz so extremer Supernovaüberrest mit Vergleich mit alten Mono-Schmalbandfiltern:

https://forum.astronomie.de/threads...r ... ra.298875/

NGC 6888

https://forum.astronomie.de/threads...- ... me.291844/

IC443 aus Berlin mit STC Duo und Canon RP(a), 90x5 Minuten am Explore Scientific 127/952 FCD100 APO:

http://ccd-astronomy.de/temp15/IC443_DU ... neugut.jpg


7. Ergänzung: STC Duo oder Optolong L-eXtreme?

Wenn man sich nun entscheiden sollte, mit Farbkamera und Duo-Schmalbandfilter auf Photonenjagd zu gehen, welchen Filter soll man dann nehmen? Ich kann zumindest die oben genannten vergleichen.

7.1 Beispiel für den Vergleich beider Filter mit Breitbanddaten aus Berlin: Cirrus-Nebel mit ASKAR FRA400 Teleskop

Der Vergleich zeigt einen Ausschnitt jeweils aus unkalibrierten Einzelbildern, links mit UV/IR-Filter, Mitte mit Optolong L-eXtreme und rechts mit STC Duo Narrowband. Das Breitband-Bild ist mit Gain 0 aufgenommen, die Schmalbandbilder mit Gain 100.

Der Optolong ist schmalbandiger, er hat nur etwa den halben Hintergrund des STC (die Hintergrundwerte in der Zeile unter den Bildern sind da irreführend, weil kein Dark oder Bias abgezogen ist). Der Optolong ist in OIII deutlich besser als der STC, der STC dafür in Halpha etwas besser (das ist mir nicht nur bei diesem, sondern auch bei anderen Bildern aufgefallen). Der Optolong macht auch etwas kleinere Sterne. Insgesamt gewinnt also der Optolong L-eXtreme. Beide Filter erzeugen an hellen Sternen keine Halos, was ein großer Fortschritt gegenüber OIII-Filtern von Baader ist, die ich an meinen Schwarzweißkameras einsetze. Ein Grund mehr, Schmalband in Zukunft mit Farbkamera aufzunehmen.

https://forum.astronomie.de/attachments ... jpg.146801

7.2 Vergleich an M27

Wer nach dem vorigen Vergleich einen klaren Vorsprung für den L-eXtreme sieht, wird vielleicht durch diesen Vergleich wieder schwankend. Zu sehen sind jeweils 5-minütige Einzelbelichtungen an M27 mit ASI1600MC und 80/480er Triplet, kurz nacheinander aufgenommen in Berlin. Links Optolong, rechts M27. Da sieht der STC wegen des besseren Halpha-Kanals deutlich besser aus.

http://ccd-astronomy.de/temp18/comp_M27 ... to_STC.jpg

Letztlich nehme ich nun also den STC, wenn mir bei einem Objekt Halpha besonders wichtig ist und den L-eXtreme, wenn ich besonders auf OIII aus bin.


PS: Ich habe jetzt keine Lust mehr, das alles noch mal auf Fehler durchzusehen, ich hoffe ich habe nichts Sinnentstellendes drin…
Viele Grüße
Stefan
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Edmund
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Edmund »

Hallo Stefan,

vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Vergleich der beiden Duo-Schmalband Filter.
Etwas schade, dass man die Bilder zum Text nicht direkt sieht, aber das ist hier im Forum nur möglich, wenn das Bild in die Galerie hochgeladen wird und wenn man mit Chrome unterwegs ist.

Klasse Arbeit!!
Gruß und immer cs

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Holger-Sassning
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Holger-Sassning »

Hallo Edmund,
Etwas schade, dass man die Bilder zum Text nicht direkt sieht, aber das ist hier im Forum nur möglich, wenn das Bild in die Galerie hochgeladen wird und wenn man mit Chrome unterwegs ist.
Dass ist nicht ganz richtig. :lesen:

Wenn die Bilder mit der [img] Funktion eingebunden werden, werden sie im Beitrag angezeigt.

Wenn Stefan es möchte kann ich seinen Beitrag noch ändern.
Ob dein Browser die Bilder dann darstellt weiß ich allerdings nicht. Mein Firefox macht es auf alle Fälle.
viele Grüße und allzeit ClearSky
Holger
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christianhanke
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von christianhanke »

Hallo Stefan

das ist ja wirklich eine tolle Arbeit, die du da geleistet hast. Das ist ja fast einen "Ehrendoktor" wert.

Aufgrund der eingeschränkten Aufnahmemöglichkeiten durch die relativ kleine sichtbare Himmelsregion, die keine wirklich langen Belichtungszeiten pro Nacht zulassen, bin ich nie den RGB- bzw.- Schmalband-Weg gegangen.
Deine Ergebnisse zeigen, dass der neue "Megatrend" durchaus eine Berechtigung hat. Ich nutze den L-Enhance-Filter und bin immer wieder erstaunt, was sich damit unter Stadtbedingungen erzielen lässt.


Gruß und CS

Christian
Frank
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Frank »

Hallo Stefan

Die Farbkamera scheint gerne rot zu zeigen.
Müsste man eigentlich die Quantenefiziens je Farbe der Kameras mit in die Belichtungszeit je Farbe einfließen lassen. Fasst nicht möglich.
So bleibt es kein Vergleich SW gegen Farbkamera, sondern eher was geht mit diesen Komponenten, ist nicht schlimm weil die Chips ja viel verwendet werden.
Auffällig ist das die Farbkamera gern schwaches Halpha orangerot zeigt und die CCD dort nach Weinrot tendiert.
Diese unterschiedliche Empfindlichkeit in schwachem Bereich ist vielleicht auch Ursache für die Kontrastunterschiede.
Vermutlich fällt bei den Farbkamera die Kurve vom grünen Kanal langsam und weit ins rote ab und auch im Grünkanal landet noch Halpha, das würde die andere Farb Mischung erklären, müsstest du mal nachsehen.
Gerade bei den hellen Sterne wird im Grün was sein das der Filter eigentlich als Halpha durchlässt, damit kann man dann gelbe Stern produzieren.

Gruß Frank
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Stefan_Lilge »

Hallo allesamt,

@Edmund und Holger: Ich hatte auch überlegt, wie ich die Bilder einbinde, habe mich dann aber für Links entschieden. Sonst wird der eh schon lange Text noch unübersichtlicher. Wenn man bei den Bildern "Öffnen im neuen Fenster" macht, kann man ja auch schnell wieder zum Text zurückkehren. Und zumindest die Links auf meinen Webspace funktionieren ja auch nicht in Chrome. Ich habe inzwischen sogar den Grund dafür herausgefunden: Einige moderne Browser zeigen nur noch Bilder aus gesicherten Verbindungen an ("https"). Leider habe ich keine Ahnung, ob und ggf. wie ich meine Webseite auf https umstellen kann (wobei natürlich auch die alten Links weiter funktionieren müssen...).

@Christian: Vielen Dank, mit dem L-eXtreme hättest du vielleicht noch mehr Freude als mit dem L-enhance ;-)

@Frank: Einige Unterschiede entstehen bestimmt auch durch den Weißabgleich. Und bei unterschiedlichen Farbkameras ist vermutlich auch die Trennung der Farbkanäle unterschiedlich "gut". Bei der Kombination ASI1600MC und STC Duo bekomme ich oft schöne (auch goldene) Sternfarben, was sicher daran liegt, dass die Bayer-Matrix des Chips die Farbkanäle nicht sauber trennt. Ist mir aber recht, sieht schöner aus so. Mit ASI2600MC und L-eXtreme bekomme ich die gleichen (schlechten) Sternfarben wie mit einem Ha:OIII:OIII und Mono-Kamera.
Viele Grüße
Stefan
Frank
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Frank »

Hallo Stefan

Hier mal ein Link Durchlasskurve Bayermaske

https://www.researchgate.net/figure/Ab ... _322765926

Theoretisch könnten die Kurven auch noch breiter sein, geht grün nah an Halpha ran macht es einen Unterschied ob der Halphadurchlas schmal oder breit ist.
Die Kurve erklärt auch warum man mit den Astro RGB Filtern schwer an die DSLR Farben rankommt.

Gruß Frank
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von steinplanet »

Moin Stefan,

da hast du dir aber viel Mühe gemacht! :respect:
Über die Ergebnisse bin ich schon etwas erstaunt, da ich diese speziellen Filter für die Farbkameras nie ernsthaft als Alternative zum Monochip mit Farb-, bzw Schmalbandfiltern gesehen habe.
Da scheint sich in der Filterszene was zu bewegen. Höchst interessant!
Klaren Himmel und Grüße aus dem Saarland

Bild Willi
tonwert
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von tonwert »

Hallo Stefan,

ein sehr interessanter Bericht. Den L-eXtreme habe ich. Hatte mir den mehr wegen Lichtverschmutzung in Verbindung mit der RPa zugelegt und parallel über eine mono Kamera mit Schmalbandfiltern nachgedacht. Ich bleibe jetzt erstmal bei der RPa und werde den L-eXtreme konsequenter einsetzen.

Gruß Rainer
Luengel
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Luengel »

Hallo Stefan,

schöne Studie! Du hast die Antwort teils selbst schon in deinem Beitrag gegeben. Der Doublet bildet nicht so scharf ab und produziert aufglähte Sterne. Dies in Kombi mit ohne Nachführung wird nix. Aber die Aufnahmen des Cresentnebels (Bild ganz rechts) zeigen, dass die Kombi auf Farbkamera und Duo-Narrowbandfiltern an einem guten Telskop absolut keinen Vergleich scheuen muss!

Der STC schneidet meiner Meinung nach besser / stimmiger ab (den Bildern zu urteilen -> M27).
Gruß

Thomas
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Re: Vergleich Duo-Schmalbandfilter und Farbkamera mit Schwarzweißkamera und „echten“ Schmalbandfiltern

Beitrag von Stefan_Lilge »

Hallo Thomas,

mir gefallen auch beide Filter gut. Da OIII meist der schwierigere Kanal ist, nehme ich meist den L-eXtreme. Aber in der Tat gibt es auch Objekte, wo mein L-eXtreme schlechter abschneidet als der STC. Holgers L-eXtreme stellt M27 übrigens gut dar, mit schönen roten Strukturen. Da scheint es also auch eine gewisse Streuung zu geben, ich habe auch schon Bilder mit einem L-eXtreme gesehen, wo fast gar kein Halpha sichtbar war.
Beim STC hat man eine gewisse Beruhigung dadurch, dass jedem Filter eine individuell gemessene Transmissionskurve beiliegt.
Viele Grüße
Stefan
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