ASI 1600 Einsatz

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ASI 1600 Einsatz

Beitrag von stone » 26.03.2017, 14:13

Hallo,

die ASI 1600 kann ja in weiten Bereichen im Einsatz sein. Stefan hat da glaub ich mit am meisten Erfahrung.
Ich will sie ja an langen Brennweiten im Einsatz haben. Vielleicht kann man hier seine Erfahrungen, Einstellungen, Verwendete Ausrüstung posten.
Für mich auch die erste Frage, wie sieht es mit Planetenaufnahmen aus? Software technisch etc....

Frank
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Re: ASI 1600 Einsatz

Beitrag von Frank » 26.03.2017, 14:30

Hallo

Firecapture arbeitet mit Asi Treibern gut zusammen, es unterstützt auch Subframe was dann zu höheren FPS langt und für Planeten sicher ausreichend ist.
Bei der Sonne ist der große Chip wohl um das langsamer was er mehr Pixel als z.B.die 174 hat, die Trefferwahrscheinlichkeit ist bei 100fps doch höher als bei 35fps.
Das glaubst du gar nicht wie manchmal das Seeing nur in einem von 20 Bilden exelent ist und 1/100el davor oder danach schon wieder alles verwaschen, aber das betrifft die Sonne wo man den Spagat zwischen großem Feld und hoher Bildrate nicht schafft, bei Planeten dann mit Subframe, wobei das Subframe dann noch geguidet werden kann alles prima.

Gruß Frank
Zuletzt geändert von Frank am 26.03.2017, 14:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: ASI 1600 Einsatz

Beitrag von stone » 26.03.2017, 14:41

Danke Frank, Sonne mach ich ja am Coronado mit der ALCCD5mII. Wenn die ASI das so packt mit den Planeten wär ja schon nicht schlecht, hab ja das Fira dran um Farbe zu gewinnen.
Und das ganze am C14.... ich werde da nächste Woche mal beigehen.....

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Re: ASI 1600 Einsatz

Beitrag von Stefan_Lilge » 27.03.2017, 02:21

Hallo Andreas,

für Deep Sky würde ich die Kamera erstmal mit den Standardeinstellungen des ASCOM-Treibers für "Unity Gain" betreiben. Etwas anderes muss man eigentlich nur nehmen, wenn man entweder mehr Dynamik braucht (entweder für helle Objekte oder um möglichst wenige Sterne ausbrennen zu lassen) oder für lucky Imaging. In ersterem Fall würde man einen geringeren Gain (John Rista auf Cloudy Nights empfiehlt 75-76) nehmen, im zweiten Fall die Voreinstellungen für "lowest read noise".
Und dass man auch mit dem "highest dynamic range" sehr gut zurecht kommen kann, zeigt Tommy Nawratil immer wieder...
Ich würde aber wie gesagt im Zweifelsfalle für Deep Sky mit "Unity Gain" belichten und dann bei halbwegs dunklem Himmel fünfminütige Einzelbilder machen.

Für Planeten würde ich Sharpcap als Aufnahmesoftware empfehlen. Da kann man die gewünschte Belichtungszeit einstellen (so dass z.B. 60 Bilder/Sekunde erreicht werden) und dann den Gain so anpassen, dass das Histogramm ausgefüllt wird (also anders ausgedrückt das Bild hell aber nicht gesättigt wird; man kann in Sharpcap ein "Live-Video-Histogram" anzeigen). Als "Bildformat" sollte man dann RAW8 und "SER" auswählen, wenn man die Videos mit Autostakkert verarbeiten will. Man kann in Sharpcap auch schön einfach den Crop einstellen, meist reicht ja selbst für Jupiter ein 640x480 Fenster.
Es ist in der Tat ein großer Vorteil der ASI1600, dass sie auch eine vollwertige Planeten- Mond- und Sonnenkamera ist.
Viele Grüße
Stefan

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Re: ASI 1600 Einsatz

Beitrag von stone » 05.04.2017, 15:08

Danke Stefan,
das hilft mir erstmal weiter. Habe jetzt meine Ausrüstung so zusammen gestellt das alles Verschraubbar ist, auch schnell zu wechseln.
Ich muss mal gucken wie empfindlich der Reducerabstand sein muss. Der wird nur von bis angegeben.

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